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Wofür benutzt man die ASTRA-Methode?


Wofür benutzt man die ASTRA-Methode?

Die ASTRA-Methode ist eine Art der strategischen Analyse, die sich auf zwei grundlegende Bereiche der Geschäftstätigkeit einer Organisation konzentriert. Der erste ist: eine Bewertung der zuvor angenommenen Managementstrategie und eine Diagnose der internen und externen Situation der Organisation. Der zweite Bereich ist dann die Modifikation der bestehenden Strategie, und dann eine Verwerfung oder Entwicklung eines neuen Handlungskonzeptes.

 

Die ASTRA-Methode hilft, unabhängig von der aktuellen Situation, über weitere langfristige Strategie des Unternehmens zu entscheiden. Diese Analyse wird am häufigsten vom Top-Management größere Organisationen verwendet, kann aber auch in kleineren Unternehmen erfolgreich eingesetzt werden.

 

Die ASTRA-Analyse darf man in 4 Hauptphasen unterteilen:

  • Bewertung der Umsetzung der verabschiedeten Strategie,
  • Analyse des Wettbewerbsumfelds,
  • Analyse der Organisation und Funktionsweise des Unternehmens,
  • Strategische Optionen entwerfen.

 

Die ASTRA-Methode – wie wendet man die an?

In der ersten Phase der ASTRA-Methode muss man Effektivität der Umsetzung der zuvor verabschiedeten Strategie bewerten, und also den Ist-Zustand der Organisation diagnostizieren. Eine wichtige Maßnahme, die ergriffen werden soll, ist die sogenannte Erhebung der öffentlichen Bedürfnisse, das heißt, die Ermittlung der Bedürfnisse der Gesellschaft, die von der Organisation befriedigt werden können. Es sollte geprüft werden, ob die Mission des Unternehmens tatsächlich reale soziale Bedürfnisse widerspiegelt, sowohl solche, die das Unternehmen mit seiner grundlegenden betrieblichen Tätigkeit (Produktion, Dienstleistungen oder Verkauf) befriedigen kann, als auch solche, die sich auf die soziale Verantwortung von Unternehmen (CSR) beziehen.

 

In der ersten Phase ist es auch wichtig, die Rentabilität der gewählten Strategie zu bestimmen. Es ist daher notwendig, die erzielten Finanzergebnisse zu betrachten, die Finanzindikatoren der Rentabilität, Liquidität und Solvenz des Unternehmens zu berechnen und dann zu beurteilen, ob sie den optimalen Wert erreichen. Wenn sich das Unternehmen in einer ungünstigen finanziellen Situation befindet, ist es gezwungen, sich auf Korrekturmaßnahmen zu konzentrieren. Die Mission und  Ziele des Unternehmens können nicht realisiert werden, bis sich diese Situation verbessert.

 

Die zweite Phase der ASTRA-Methode ist eine Analyse des Wettbewerbsumfelds des Unternehmens. In diesem Schritt geht es darum, die Position des Unternehmens im Vergleich zu seinen Konkurrenten zu bestimmen und sowohl die Chancen, als auch Bedrohungen im externen Umfeld des Unternehmens zu identifizieren. Um die Marktposition des Unternehmens zu bestimmen, benutzt man Porters Fünf-Kräfte-Analyse und verschiedene Metriken, wie:

  • Marktanteil,
  • Volumen des Verkaufs von Produkten oder Dienstleistungen,
  • erzielten Gewinn,
  • Markenwert,
  • Anteil der Exporte und der inländischen Produktion am Gesamtverkaufswert,
  • Produktqualität und Produktionsindikatoren.

 

Eine SWOT- oder PEST-Analyse kann jedoch verwendet werden, um Chancen und Bedrohungen im externen Umfeld zu identifizieren.

 

Die nächste Phase der ASTRA-Methode besteht darin, die Organisation und die Funktionsweise des Unternehmens zu untersuchen. Diese Phase bezieht sich auf eine Bewertung der internen Situation des Unternehmens, wobei die Stärken und Schwächen der Organisation in den folgenden Bereichen ermittelt werden:

  • wirtschaftliche und finanzielle Situation,
  • Marketing,
  • Beschäftigung und Löhne,
  • Qualitätskontrollsystem,
  • Organisationsstruktur und Managementprozess.

 

In dieser Phase kann noch ein mal die SWOT-Analyse angewendet werden. In diesem Schritt des ASTRA ist es notwendig, nach Möglichkeiten zur Beseitigung von Fehlern und nach Ineffizienzen in bestimmten Bereichen zu suchen, aber zunächst ist zu überlegen, ob die Probleme mit Hilfe von internen Ressourcen des Unternehmens beseitigt werden können, die keinen zusätzlichen finanziellen Aufwand erfordern.

 

Die letzte Phase der ASTRA-Analyse besteht darin, eine strategische Option zu entwerfen, das heißt, die in den vorangegangenen Phasen gewonnenen Informationen zu sammeln, Varianten der weiteren Unternehmensaktivitäten vorzubereiten und eine davon auszuwählen. Dies bedeutet manchmal, dass man entweder das bestehende Handlungskonzept modifizieren muss, oder dass es notwendig ist, eine völlig neue Strategie einzuschlagen. Dies ist eine äußerst wichtige Phase der ASTRA-Analyse, denn die Umsetzung der gewählten Variante wird Zeit, Energie und finanzielle Ressourcen in Anspruch nehmen, oft auf lange Sicht. Daher sollte eine gründliche Bewertung der Wirksamkeit jeder der verfügbaren Tätigkeitsoptionen durchgeführt werden, damit die ASTRA-Analyse nicht bald wiederholt werden muss.

 

Zusammenfassung

Die ASTRA-Analyse ist ein effektives und relativ einfaches Instrument zur Bestimmung der weiteren Strategie des Unternehmens, basierend auf der Beurteilung der Effektivität des bestehenden Betriebsprogramms und der Marktsituation des Unternehmens. Ein unbestrittener Vorteil davon ist, dass die sowohl durch umfangreiche Recherchearbeiten, als auch ohne solche Ressourcen – mit der Vereinfachung des Prozesses durch die Konzentration auf den Erhalt der wichtigsten Daten über die Bedingungen des Unternehmens – durchgeführt werden kann. Die Anwendung der ASTRA-Methode darf ein Schlüssel zum Markterfolg des Unternehmens werden.

 

Jerzy Ziarno

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